„Das Leben gehört uns“ – Videotipp

Das Leben gehört uns

Spielfilm, F-2011
Länge 96 Minuten, FSK 12 Jahre
Darsteller: Valérie Donzelli, Jérémie Elkaim
Regie: Valérie Donzelli

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Romeo und Juliette lernen einander in einem Club kennen. Der Nachwuchs lässt nicht lange auf sich warten und das Wunschkind Adam erblickt das Licht der Welt. Bald schon sind die jungen Eltern aber verunsichert, da sie den Eindruck gewonnen haben dass mit ihrem Sohn etwas nicht stimmen könnte. Die Untersuchung bei einem Neurologen bringt dann die Gewissheit, dass Adam an einem bösartigen Hirntumor erkrankt ist. Die Ärzte versichern, dass dies kein Todesurteil sein müsse, rasches Handeln aber jedenfalls gefragt sei.

Der Film behandelt nicht vorrangig den langen und strapaziösen Behandlungsverlauf, sondern vielmehr den Umstand wiesehr eine lebensbedrohende Krankheit eines Kindes das Leben der Angehörigen völlig verändert. Der Streifen trägt im französischsprachigen Original den Titel „La guerre est déclaréé“, ins Deutsche übersetzt etwa „Der Krieg ist erklärt“. Es ist nicht unverständlich, dass sich die Eltern immer wieder mit der Frage auseinandersetzen, ob sie denn für ihr Kind die richtigen Entscheidungen treffen würden.

Nicht unbedeutend ist der autiobiographische Hintergrund des Filmes. Der Sohn der beiden Hauptdarsteller Valérie Donzelli und Jérémie Elkaimie erkrankte als Kleinkind an einem Hirntumor. Für die Filmaufnahmen wurden auch überwiegend Originalschauplätze herangezogen. Die heftigen Beziehungsprobleme und auch Geldnöte in der Zeit der Ungewissheit werden oftmals sehr deutlich dargestellt. „Mein Film sollte eben nicht nur melodramisch sein, sondern unterschiedliche Gefühlslagen widerspiegeln“, meint Valérie Donzelli, die auch Regie führte. In einer Szene am Ende des Filmes sieht man die Eltern mit ihrem Kind bei einem Arztgespräch – der 8jährige Adam hat den Kampf gewonnen, er wird dargestellt von Gabriel Elkaim, dem Sohn der beiden Hauptdarsteller.

Pedro

Ein Kommentar

  • Vivienne

    Ein spannender Film, Peter!
    Du weist in deiner Rezension genau darauf hin, wie diese Krankheit ihres Kindes das Leben seiner Eltern massiv verändert – und sie selbst auch. Sie sind nicht mehr dieselben…
    Der Kampf hat sich gelohnt, das macht Betroffenen Mut…

    Super!

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