Meningeom

Auf dieser Seite sollen Informationen – welche anerkannten Fachportalen entliehen wurden – vorgestellt werden.

Auszugsweise Informationen von Deutsche Hirntumorhilfe

  • Definition:
    • Meningeome entwickeln sich aus den Zellen der Hirnhäute und machen ca. 20% der intrakraniellen primären Tumore aus, kommen jedoch auch im Spinalkanal (Rückenmarkskanal) oder intraorbital (innerhalb der Augenhöhle) vor.
  • Histologie und Epidemiologie:
    • WHO Grad I: langsam wachsende gutartige Meningeome
    • WHO Grad II: zu Rezidiven neigende atypische Meningeome
    • WHO Grad III: schnell wachsende anaplastische Meningeome
    • 85% aller Meningeome sind gutartig, 8-10% atypisch und 2-5% anaplastisch
  • Symptome:
    • abhängig von der Lokalisation und damit zusammenhängenden Kompressionen
    • Hirndruckzeichen (z.B. Kopfschmerzen)
    • neurologische Ausfälle (z.B. Sehstörungen, Gangunsicherheit)
    • Epilepsien

Auszugsweise Informationen von Wikipedia

  • Pathologie:
    • Meistens befinden sich Meningeome an der Fax, am Keilbeinflügel, an der Olfaktoriusrinne und setzen sich in der Regel gut vom angrenzenden Hirngewebe ab. Nach der WHO Klassifikation sind derzeit drei Tumorgrade bekannt, die je nach Rezidivhäufigkeit und Prognose als Grad I (gutartig), Grad II (atypisch, schnelles Wachstum, häufige Rezidive) und Grad III (anaplastisch, bösartig, infiltratives Wachstum) eingestuft werden
  • Diagnostik:
    • Das bildgebende Verfahren der ersten Wahl ist die Kernsintomografie (MRT), da dieses Verfahren den größten Weichteilkontrat besitzt.
  • Therapie:
    • Die neurochirurgische Entfernung des Tumor ist die Therapie der Wahl. Eine Option kann bei gefäßreichen Tumoren die präoperative Embolisation sein.
    • Eventuell kann auch eine Strahlentherapie oder Radiochirurgie  durchgeführt werden. Insbesondere bei größeren Meningeomen mit komplexerer Form und Nahebeziehung zu strahlensensiblen Organgenen (wie z.B. Sehnerv oder Hypophyse) empfiehlt sich die schonendere fraktionierte stereotaktische Bestrahlung.
    • Weitere Informationen zur Strahlentherapie finden sich unter de.wikipedia.org.

Auszugsweise Informationen von Schattauer Verlag

  • Histologie:
    • Die 2007 aufgestellte Subtypenklassifzierung listet neun niedriggradige, drei atypische sowie drei maligne Meningeomtypen auf. Atypische und anaplastische Meningeome sind häufiger bei Männern zu finden, wobei anaplastische Meningeome eher primär auftreten und atypische Meningeome häufig aus WHO I Tumoren im Rahmen des Rezidivwachstum entstehen.
  • Prognostische Faktoren:
    • Die meisten Meningeome haben eine gute Prognose, die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei über 80%. Der Spontanverlauf zeigt Wachstum in allen Meningeomen, jedoch in sehr unterschiedlicher Bandbreite (Tumorverdopplungszeit von 0,5 bis 100 Jahren).
    • Kalzifizierte, größere und spinale Meningeome wachsen langsamer, Tumore in jüngeren Patienten schneller.
    • Höhere Rezidivraten zeigen sich auch bei inkompletter Resektion und bei höherem WHO Grad.